S/Y ALRISHA

Alubat OVNI 435

Unbeständiger Pfingsttörn

 

17.Mai - 02.Juni 2013

 

Ferry kommt schon um 12:30 nach Hause, muss aber noch ein paar Sachen erledigen. Inzwischen räumt Brigitte das Auto ein. O Gott schon wieder ist das Auto voll. Wenn das so weiter geht, gehe ich wirklich aber bald unter. Da Ferry noch nichts gegessen hat, bleiben sie noch kurz auf eine Pizza in Hochstraß stehen. Sie kommen noch vor einer Wandergruppe rein und bestellen sofort ihre Pizza. Was sie nicht wussten, das Essen für die Gruppe war vorbestellt und so bekommen 20 Leute vor Ihnen das Essen. Das haut sie natürlich um eine halbe Stunde zurück. Auf der Autobahn ist viel Verkehr und Stau bei Kottingbrunn ist angesagt, sowie Regen. Erst um 20:00 treffen sie ein, bringen nur das wichtigste mit und gehen auf Spagetti ins Marinarestaurant. Sie sind durchschnittlich, dafür aber zu teuer. 8 € wollen sie für Carbonara bzw. Spagetti Bolognese. Wolfgang und Sonja sind auch inzwischen angekommen – die hatten eine Reifenpanne und kamen daher sehr spät in Aquileia an. Sie kommen noch auf Gläschen Wein zu mir und dann geht es in die Kojen.

In der Früh wird das Auto ausgeräumt und danach fährt Brigitte einkaufen. Ferry klärt mit der Marina den Außenborder – es fehlen der Schlüssel und die Abdeckhaube. Des Weiteren will er noch Luka sprechen, dieser lässt sich aber nicht blicken. Nachdem alle Vorbereitungen erledigt sind, geht Brigitte noch schnell duschen und dann heißt es Leinen los. Denn der Wetterbericht sagt für heute noch gutes Wetter, aber für morgen schon wieder Regen an. Unter Motor geht es bis nach UMAG an die Zollpier. Der „alte“ Hafenmeister hilft beim Anlegen und Beide gehen zur Polizei und dann zum Hafenkapitän. Heute ist der freundliche Hafenkapitän da und er erklärt, dass trotz EU-Beitritt das Permit nicht fällt. Also heißt es zahlen. Danach geht es an die Pier mit zwei Moorings. Da es schon spät ist, geht es direkt an die Hafenmeile und Brigitte bekommt wieder ihre gemischte Muschelplatte. Ferry isst gegrillte und frittierte Kalamari. Da beide Müde sind geht es zurück zu mir, wo sie sich bald in die Kojen verziehen.

Ohne Frühstück geht es auf den Markt, wobei Brigitte nochmals zurück kommt um einen Regenschirm zu holen, da es zu Regnen bekommen hat – was unnötig war, denn es hat sofort wieder aufgehört. Sie kaufen Gemüse, Obst und Fisch am Markt ein. Beim Konzum werden noch ein paar Kleinigkeiten gekauft. Nach einem Kaffee bzw. Bier wird noch der gereinigte Fisch abgeholt und es geht zurück zu mir. Es wird noch alles verstaut und als sie gerade beim Ablegen sind, fängt es zum Regnen an – also warten bis der Regenguss vorbei ist. Das Ablegemanöver geht ohne Probleme ab und an der Tankstelle werde ich sicher vertäut. 95 Liter gehen in meine Tanks und als die bezahlt sind heißt es Ablegen. Ferry überlegt kurz ob er in die Vorspring eindampfen soll, meint es geht so auch. Er legt nach hinten ab, gibt Vorschub, mein Heck dreht sich und mein Bug geht von der Pier weg, da kommt die Manöverböe und drückt meinen Bug wieder zur Pier. Brigitte kann mich nicht vor einen Schaden retten, aber es ist nur ein Lackschaden. Nur 5 sm später fällt der Anker und schon fängt es an zu regnen. Brigitte wird noch ein bisschen Nass. Leider steht der Schwell in die Bucht. Ferry kocht eine Suppe zum Aufwärmen. Am Nachmittag klart es auf, aber die beiden verschlafen den Nachmittag. Abends kocht Ferry die Jakobsmuscheln – den Fisch wollen sie morgen Essen. Brigitte geht die Schaukelei auf den Magen. Die Nacht wird lang und der Schlaf wird immer durch das starke Schaukeln erschwert.

Schon um 07:30 heißt es Anker auf und weiter nach Süden. Segeln ist angesagt. Meine Segel schwappen hin und her, mein Rigg tut mir weh, andauernd bekomme ich Schläge von der Seite, das Wasser ist ganz schön hart zu mir. Nach einer Stunde drehen sie endlich meinen Motor auf. 5-6 Knoten Wind bei diesem Wellengang ist einfach zu wenig für mich. Als dann der Wind auffrischt können sie wieder Segeln. Bei den Brijuni Inseln wird meine Genua geborgen und unter Motor geht es bis nach Veruda/Soline. Beim Reinfahren winken schon Wolfgang und Sonja. Wir ankern und geben mein Dingi ins Wasser und kaum haben sie mein Bimini gesetzt fängt es auch schon wieder zu regnen an. Ferry macht heute den Fisch – es gibt Branzini – sehr gut. Da beide sehr müde sind, gehen sie bald in die Kojen, nicht ohne vorher noch zwei Schnapser auszuspielen – natürlich gewinnt Ferry, aber Brigitte hatte nicht wirklich gute Karten.

Viel zu lange brauchen sie heute. Mein Dingi wird wieder hochgezogen, mein Groß wird gehisst und dann heißt es Anker auf. Zwischen den Inseln geht es durch, sie geben mein Schwert um die Hälfte rauf und schon sind wir am offenen Meer. Lange können sie nicht Segeln, nach dem Leuchtturm Porer lässt der Wind nach. Sie bergen die Genua und starten den Motor. Nach Unije Stadt kann ich wieder Segeln, der Wind hat aufgefrischt und es geht mit über 6 Knoten dahin. Ich kann bis in die Bucht von Male Losinj segeln. Dort warten schon Wolfgang und Sonja auf uns. Am Ankerplatz steht Schwell. Die Konoba wo Wolfgang hin wollte hat auch noch geschlossen. Es ist halt noch Vorsaison. So kommen die Beiden zu mir. Sie bringen Prosecco und Erdnusslocken mit. Man tratscht und der Hunger wird groß. Ferry kocht eine Tomatensuppe und Thunfischspagetti. Beides hat wieder gemundet. Sonja und Brigitte räumen meine Pantry auf. Es wird das eine oder andere Glas Wein getrunken. Sehr spät geht es in die Kojen.

Gegen 10:00 heißt es Anker auf und Ferry und Brigitte wollen in die Krivica. Hier gibt es die tolle Peka von Lamm. Nicht mal 2 Stunden später sitzt mein Anker fest im Sand und 2 Festmacher sind an Land ausgebracht. Ein netter Motorbootfahrer sagt Brigitte, wo es eine Möglichkeit zum Festmachen gibt. Es gibt einen Baumstumpf wo ein Ring befestigt ist. Das muss man halt wissen. Wolfgang und Sonja wollen hier nicht ankern und fahren weiter. Ferry ruft in der Konoba BALVANIDA an und bestellt für 18:00 eine PEKA. Um 15:20 geht der Alarm vom Barographen los. Der Luftdruck fällt von 1005,6 auf 1001,8. Aber da ist noch nicht Schluss. Um 19:30 steht er auf 999,3 hPa. Trotzdem gehen sie um 17:30 Essen, aber sie bleiben nicht länger aus, als unbedingt notwendig. Es ist ein schöner Spaziergang von 20 Minuten durch den Wald . Am Abend sollte man unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen. Die Peka ist traumhaft gut, das Fleisch löst sich alleine von den Knochen. Wieder zurück bei mir, schaut Ferry noch einen Film an und dann geht es in die Kojen. Beide schlafen mit einem offenen Ohr, aber der erwartete Sturm setzt nicht ein.

In der Nacht war es ruhig, es hat einmal kurz geregnet, der Wind fehlte. Erst in der Früh setzte ein wenig Wind ein. Das Barometer ist weiter auf 994,8 hPa gefallen. Noch verstehen die Beiden nicht, wo der Wind bleibt. Auch den ganzen Tag bleibt es moderat. Es ist kalt und bewölkt. Brigitte beginnt die Pantry einer größeren Reinigung zu unterziehen. Ferry möchte gerne wieder die Clubflaggen hießen, also holt Brigitte die Nähmaschine raus und näht die Flaggen nach und da sie schon dabei ist wird ihre Jogginghose auch gekürzt. Zu Mittag gibt es griechischen Salat. Danach blättert Brigitte im Backbuch und Ferry meint, wir könnten Brot backen, denn es sind nur mehr Reste da. Gemeinsam backen sie ihr erstes Brot bei mir am Schiff. Das Ergebnis ist nicht schlecht. Ein bisschen mehr Salz, weniger lang am Herd und die Backform besser einölen und es ist perfekt. Am Abend gibt es die Reste Reis mit Letscho sowie das Lamm. Heute wird wieder geschnapst – es geht 1:1 aus. Irgendwie ist das Wetter sehr ungemütlich, so gehen sie bald in die Kojen.

Eigentlich wollten wir heute weiter. Ferry ist gerade beim Wegräumen meines Bimini, als es zu regnen beginnt. Also Bimini wieder auf. Kaum ist der Regen aus, fängt auch schon das Gewitter an. Am Nachmittag ist dann Weltuntergang. Der Regen kommt waagrecht Es kühlt innerhalb von 2 Stunden von 17 auf 13 Grad ab. Nachmittags klart es auf und es kommen neue Ankerlieger. Ein deutsches Boot, sie bringen zuerst die Landleinen aus und dann ankern sie. Wie wir später erfahren, gehört die Bavaria einer Eignergemeinschaft von 7 Personen und diese Gemeinschaft funktioniert. Brigitte wagt sich zum Waschen ins Wasser – auch ihr ist es zu kalt. Am Abend gibt es Hörnchen und Zwiebelsuppe.

Heute muss es weiter gehen. Der Wetterbericht verspricht wieder nichts tolles – aber die Frischwaren gehen endgültig zu ende. Die Fahrt nach Mali Losinj – gerade mal 7,7 sm - sind sehr ruppig. In Mali Losinj angekommen, wollen sie eigentlich an die Boje vor dem Restaurant, sie kreisen davor, der Kellner sieht sie auch, aber er macht keine Andeutungen, ob und an welcher Boje sie festmachen können. Also richten sie alles für den Stadthafen her. In der Marina ist derzeit Mittagspause – kein Mariniere ist da – also belegt Brigitte mich mit der Mooringleine als Festmacher und holt dann die Mooringleine dicht. Inzwischen bekommt Ferry Unterstützung von einem anderen Boot. Die machen mich achtern fest und Ferry hilft Brigitte bei der Mooring. Sie nehmen sich noch eine zweite Mooring und schon hänge ich sicher. Ferry bringt als Danke der Sunbeam ein Bier vorbei und einem Tratsch steht nichts mehr im Wege. Ferry und Brigitte machen sich landfein und Ferry muss bis zur Kirche rauf und oben gibt es keine Pinte. Im Hafen gibt es dann ein Bier und ein Eis. Eigentlich wollte Brigitte ja einen Eiscup, also müssen sie noch bei einem 2. Lokal stehen bleiben. Davor kaufen sie noch Gemüse und Obst ein. Danach bekommt sie ihren Eiscup. Auf einmal wird es finster und es kühlt ab. Sie bezahlen schnell und kommen zu mir. Brigitte holt noch eine Duschkarte. Die wollen doch glatt 30 Kuna pro Person. Brigitte kauft nur eine Karte und hofft, dass das auch genügt. Außerdem bekommt sie von ihrem 50er zweimal die 20 Kuna zurück – sie drängte ihn ihr sogar auf. Auch gut. Später gehen sie duschen. Ferry wird von einer Kroatin nach der Karte gefragt, er meint seine Frau hätte sie. Dann kommt sie zu Brigitte und die zeigt ihr die Karte. Sie meint sie müsse pro Person die 30 Kuna bezahlen. Strom und Wasser seien so teuer. Brigitte sagt, dass die Kassiererin ihr nicht gesagt habe, dass das nur für eine Person sei – sie dachte es sei pro Schiff. Sie kommt dann noch mit der Frau von der Sunbeam ins Gespräch und die meint, sie habe auch nur 2 Karten und das für 6 Personen. Das ist OK. Und draußen regnet es schon wieder – so beschließen sie nicht weit zum Essen zu gehen. So wird das nächste Restaurant ausgewählt – es heißt Baracuda und ist der Skippertreff in Mali Losinj. Die Fischsuppe ist sehr gut, der gemischte Vorspeisenteller von verschiedenen Fisch Carpacios ausgezeichnet, danach das Pfeffersteak und die Scampi – es war einfach gut – gut war aber auch die Rechnung und leider stand ein Schnaps zu viel drauf. Zu Hause schauten sie sich noch E.T. an, danach ging es in die Kojen.

Heute ist mir echt kalt - draußen hat es 11,5 Grad und drinnen ist es auch nicht viel Wärmer. Also wird mein Heizstrahler aufgedreht. Nach dem Frühstück werden noch Gebäck und Fleisch eingekauft noch ein Kaffee bzw. Bier getrunken und die Duschkarte wird abgegeben. Schnell werde ich innen noch sauber gemacht und um 12:00 fallen meine Mooringleinen und Festmacher. Das Dingi, die Leinen und die Fender werden verstaut, mein Groß wird gesetzt und wir motoren aus der Bucht raus. Der Wind ist unterschiedlich stark und kommt aus unterschiedlichen Richtungen. Also wird die Genua erst sehr spät gesetzt und dann nur für 0,6 sm, denn dann ist der Wind wieder weg. Sie motoren bis nach Unje in die Bucht Vognisca. Ganz alleine gehört ihnen die Bucht. Mein Dingi wird ins Wasser gelassen und der Außenborder montiert und Brigitte darf ihn ausprobieren. Nach dem 5. Startversuch läuft er – er stirbt auch nicht bei Standgas ab. Brigitte gibt den Gang rein und schon ist eine Testrunde gefahren. Ferry beginnt zu kochen und Brigitte versucht einen Fisch zu fangen. Leider sind alle Fische sofort weg, sobald die Angel drinnen ist. Wirft sie das Brot ohne Haken ins Wasser kommen sie gleich daher geschwommen. Macht nichts – sie haben ja noch genug zum Essen an Bord. Heute gibt es Plescavica mit Pommes und Gemüse. Leider kommt noch ein Segler rein, dieser ankert aber mit einem großen Abstand zu mir. Leider bleibt es nicht dabei. Es kommen noch ein Motorboot, ein Katamaran und ein Segler dazu. Erstere liegen ziemlich knapp bei mir. Vorher wird aber nochmals neu geankert, denn der Anker wurde für Nordwinde eingefahren, aber jetzt sind Südwinde und schon steht auch der Schwell in die Bucht. Das wird keine ruhige Nacht. Irgendwann können auch die Beiden schlafen.

Gleich nach dem Frühstück geht es Anker auf, der Wind hat auf West gedreht und ich liege ziemlich knapp bei Land. Wir motoren aus der Bucht und am Nordost Spitz der Insel können wir segeln. Der Kvarner wartet mit 8-12 kn Wind aus südlichen Richtungen. Brigitte steuert mich über die Bucht bis zum Leuchtfeuer Porer. Dann geht es mit achterlichen Winden bis zur Soline bei Pula. Vor der Bucht werden die Segel weggeräumt und ein Ankerplatz ist trotz der vielen Ankerlieger bald gefunden. Leider rutscht der erste Anker, aber der zweite fährt sich gut ein. Zum Abendessen gibt es Cevapcici. Heute ist der erste Tag wo es den ganzen Tag nicht regnet und auch die Sonne scheint und es gibt einen Sonnenuntergang.

Heute beschließen sie in der Bucht zu bleiben, Ferry kontrolliert meinen Außenborder und ersetzt gebrochene bzw. fehlende Kabelbinder und ärgert sich über Luka, da er ja vorige Woche wegen dem Gashebel bei ihm war. Brigitte kontrolliert meine Splinte und ersetzt die kaputten. Die 3 Leselampen mit LED-Lichtern werden in der Eignerkoje und je eine in den achteren Kojen verbaut und angeschlossen. Zu Mittag ankern sie noch schnell um, Ferry will nicht ganz so drinnen ankern. Am Nachmittag kommen Wolfgang und Sonja. Erst am späten Abend schauen sie bei ihnen vorbei, denn in meinem Bauch schaut es fürchterlich aus. Überall stehen Kisten herum, liegt Werkzeug und es dauert halt wieder eine gewisse Zeit, bis sie alles wieder in meinem Keller verstaut haben. Nach einem Glas Prosecco schauen die beiden Männer mit meinem Dingi zur Tauchschule, denn daneben gibt es eine Konoba und das gilt es zu erkunden. Es hat offen und so steht einem Bier nichts mehr im Wege. Zurück, ziehen sich alle noch warme Sachen an und es geht zum Essen. Die gemischte Fleischplatte für 2 Personen für 155 Kuna ist ein Hit. Ferry und Brigitte schaffen nicht mal die ganze Platte zu verdrücken. Danach gibt es noch einen Absacker. Endlich funktioniert der AB und so bringt Brigitte die beiden zu ihrem Schiff zurück.

Nach dem Frühstück und dem erkunden, warum die eine neue Leselampe immer wieder von selbst zu leuchten beginnt und dem darauffolgenden Austausch, geht es erst zu Mittag Anker auf. Ab 14:00 soll Wind aus SW wehen. Gleich nach der Ausfahrt Soline werden die Segel gesetzt und Brigitte kann mich bis Rovinj segeln. Meine Spitzengeschwindigkeit lag bei 7,4kn über Grund. Wolfgang und Sonja mit Ihrer Bavaria sind bald nicht mehr zu sehen, sie ist halt ein wenig schneller als ich, weil leichter und länger. Ich sag ja immer, schleppt nicht so viel Zeug auf mich. Die Segel werden geborgen und das Bojenmanöver ist in einer Minute erledigt. Man verabredet sich für 17:30. Heute werden meine Beiden chauffiert. Es wird eine nasse Überfahrt in den Fischerhafen. Sie kaufen Brot ein und versuchen einen Shop zu finden der SIM-Karten fürs Internet verkauft. Sie finden einen, aber der braucht auch das Gerät, damit er die Karte frei schalten kann. Wolfgang hat natürlich sein iPad nicht mit. So geht es direkt zum Veli Joze auf ein Steak bzw. auf eine Brasse. Allen vieren schmeckte es. Danach meint Wolfgang er kenne da eine Cocktailbar. Sie ist in derselben Gasse und man sitzt auf den Steinen direkt am Meer. Es ist eine Super Idee, das Meer und die Sonne bei einem Cocktail zu beobachten. Nach einer wieder sehr rollenden Rückfahrt, gibt es bei mir noch einen Kaffee, Bier und Wein. Mein Liegeplatz ist heute nicht sehr gemütlich. Spät geht es in die Kojen.

Spät stehen die Beiden heute auf, ich bin auch müde, musste die ganze Nacht jede Welle abrollen, dann noch der starke Wind der in der Nacht dazugekommen ist. Sie sind gerade beim Kaffee da kommt der Hafenmeister und wünscht einen „Guten Morgen und es täte ihm wegen der Rollerei leid, aber dafür kassiere er heute nicht und wünscht uns noch einen schönen Tag“. Das finde ich nett. Nach klar Schiff, startet mein Motor und sie befreien mich von der Boje. Sie setzten Segel, aber der Wind ist mit einem Mal weg. Also Genua wieder weg und meinen Motor wieder an. Zwischendurch probieren sie es wieder. Aber nach einer Stunde Geisterbahn, geben sie es auf. Ferry spricht noch mit Wolfgang, welcher schon um 05:00 Rovinj verlassen hat und sich vor Porec in einer Bucht zum Schlafen versteckt hat. Um 16:00 legen sie an 2 Mooringe an. Der Hafenmeister ist nicht zu sehen, also legen sie alleine an. Beim raufholen der 2. Mooring fischt Brigitte eine zusätzliche Mooring raus. Wie sich herausstellt ist diese nicht an Land befestigt. Als nach den obligaten Regen der junge Hafenmeister vorbeischaut, meint er „Schlechtes Wetter, ihr bezahlt heute nichts“. Brigitte zeigt ihm noch die gefundene Mooring und er ist glücklich und auch schon wieder fort, denn es fängt schon wieder zu regnen an. Es kommt ein Holzschiff rein und legt sich neben mich. Brigitte hilft beim Anlegen mit den Leinen, leider liegt eine Mooring so flach, dass sie in die Schraube kommt und der Motor abstirbt. Sie machen noch fest und da ist der Hafenmeister schon wieder. Er meint „Ich kann einen Taucher kommen lassen, der kostet € 100.-„ Ferry fragt Brigitte, ob sie denn in die Brühe gehe, es sind doch Landsleute denen man helfen muss. Brigitte meint, ja – aber nicht gratis. Ist zu viel Dreck, kalt, und man muss alles heraus räumen, zusammenbauen, waschen und trocknen und wieder verstauen. Für € 50.- steigt sie in die Brühe. Sie kann die Leine abwickeln, aber der letzte Teil hat sich festgefressen. Brigitte schneidet die Leine ab und lässt 30cm auf der Welle. Ferry meint, ihr habt bei der Rückwärtsfahrt die Leine reingekriegt, probiert es kurz mit dem Vorwärtsgang. Brigitte geht nochmals runter und jetzt ist es ein Kinderspiel für sie. Die S/Y Miramar bedankt sich und alle helfen mit das Tauchgerödel wieder sauber zu kriegen. Bei mir gibt es dann noch einen Schnaps für alle und ich zeige mich von der unaufgeräumten Seite, da ja alles zerlegt ist. Da es kalt ist und immer wieder regnet gehen sie heute ins „Ma-Ni“ essen, dort gibt es einen offenen Kamin. Es gibt einen tollen Vorspeisenteller, Fischsuppe, Muscheln und Kalamari. Als Abschluss gibt es sehr guten Grappa vom Haus.

Eigentlich war heute zeitig aufstehen und zeitig los fahren angesagt. Aber wie schon die letzten 2 Wochen, regnet es. Und das wollen meine Beiden überhaupt nicht. Aber nach einem Kaffee geht Ferry zum Hafenkapitän sich abmelden und Brigitte bedrängt ihm, doch bei der Polizei zu fragen, ob wir nicht doch ohne am Zollsteg anlegen zu müssen Ausklarieren könnten. Ferry geht zur Polizei und die ist heute sehr freundlich gesinnt und er könnte ausklarieren - ja wenn Ferry auch die Reisepässe herzeigen könnte. Die wurden am Anfang in den neuen Safe gelegt und an das dachten die Beiden nicht mehr. Das war ganz schön peinlich, aber die Polizei hat das mit Humor genommen. Inzwischen ist es 11:45. Sie legen ab, verstauen alles, lassen das Bimini stehen, es ist wenig Wind angesagt, es ist bedeckt und es kann jederzeit wieder regnen – was es dann auch tut. Um 16:00 liege ich in der Marina. Meine räumen zusammen, bringen die ersten Sachen ins Auto, tratschen mit Wolfgang und Sonja und fahren am Abend essen - Kiki und Jürgen sind auch dabei.

Schon in der Nacht jammert Brigitte, dass Ihr Rücken schmerzt. Entweder hat sie sich verkühlt, was bei diesem Mistwetter kein Wunder wäre, aber sie glaubt eher, dass sie sich einen Nerv eingeklemmt hat. Dementsprechend langsam geht es heute mit den sauber machen. Brigitte wäscht die Teppiche und die Handtücher und sie können sogar trocknen ohne nochmals nass zu werden. Heute ist Sonnenschein – wie zum Hohn. Aber bis am späten Nachmittag sind die wichtigsten Sachen erledigt. Der Nachmittags Tratsch darf nicht fehlen und am Abend geht es in die Pizzeria, danach gibt es noch einen Absacker im Marina Restaurant.

Brigitte wäscht noch die Böden auf, reinigt noch das WC, während Ferry mein Deck abspritzt. Die restlichen Sachen werden noch im Auto verstaut, noch schnell Wein gekauft und weg sind sie wieder. Ich höre von Ihnen, dass die Fahrt nach Eichgraben mit viel Verkehr verbunden war, aber sie hatten keine Probleme bezüglich des Hochwassers, das rund um Salzburg herrschte. Wolfgang und Sonja sind trotz der langen Staus gut nach Hause gekommen. Ich freue mich schon, wenn sie wieder in 4 Wochen da sind und ich wünsche uns guten Wind und schönes Wetter, denn das haben wir uns alle verdient.