S/Y ALRISHA

Alubat OVNI 435

Osterputz und Venedig April 2012

 

06.- 15.April 2012

Bei Regen und kaltem Wetter kommen Michi und Karin, sowie Ferry und Brigitte mich besuchen. Vorweg sie werden eine kalte, stürmische und verregnete Woche haben und sie werden nicht mit mir hinaussegeln.

Am Freitag tragen sie nur mehr die wichtigsten Sachen zu mir aufs Schiff. Am Samstag wird schnell ein Frühstück eingekauft und mit Genuss gegessen. Es werden die restlichen Dinge noch bei mir verstaut und Ferry und Michi beginnen mit dem aufriggen vom Großsegel.  Der Unterliekstrecker wird getauscht. Karin und Brigitte reinigen die Persenning, die Sprayhood und das Bimini.

Ab Mittags gibt es ein Hafenfest. Sie machen sich schön und aufs geht es ins neue Marinarestaurant. Michele grillt, sie holen sich einen Grillteller - das Fleisch ist gut aber leider  schon kalt. Sie tratschen noch mit Kiki, Jürgen, Wolfgang und Sonja. Abends kocht Ferry. Nach reichlich Bier und Wein geht es in die Kojen.

Am Sonntag ist es sehr kalt und es regnet immer wieder. Am Ostermontag gibt es ein Treffen mit Wolfgang, Sonja, Kiki & Jürgen bei mir. Wolfgang und Sonja haben einen Hafenkollaps und fahren nach Porec, sie kämpfen 6 Stunden um ihr Boot.

Die Tage verfliegen mit Arbeiten am Schiff. Ich bekomme von Michi neue Gasanschlüsse beim Herd und bei der Gasflasche.

Bei meinem  achteren WC wird die Pumpe und der Sockel getauscht - Michi flucht, weil ihm eine Schraube in den Tiefen meiner Bilge abhanden kommt. Zum Glück findet er sie wieder und kann sie auch wieder mit argen Verrenkungen festziehen.

Michi kontrolliert die Heizungsschläuche und bemerkt, dass ich nicht in die Eignerkoje heize, dafür  einfach in die Bilge meine Wärme abgebe. Der Heizungsschlauch wird wieder angesteckt. Aber die Vorschiffskoje ist mir einfach zu weit entfernt, als dass ich dort so richtig warm werden würde. Außerdem schaltet sich die Heizung nicht ab, bzw regelt sie nicht ab. Diese Vermutung hatten meine Eigner schon immer, aber jetzt haben sie es ausgetestet.

Die reparierte Lichtmaschine wird wieder eingebaut, jedoch trauen sie sich nicht den elektrischen Anschluss zu. Luka kommt endlich mit einem Tag Verspätung und schließt die Lichtmaschine an, dabei geht der Geber kaputt.

In allen Kojen werden meine Halogenlampen gegen neue LED's getauscht. Ich leuchte jetzt heller als zuvor und brauche nur mehr ein zehntel an Strom.

Eigentlich wird täglich meine Staukoje aufgerissen und alles wieder verstaut. Ist auch eine Beschäftigung.

Inzwischen wird meine Sprayhood, meine Großbaumpersenning, und mein Bimini gewaschen, getrocknet und mit einem Imprägnierspray eingelassen.

Das Teakdeck wird gebürstet, sowie einzelne Teakteile eingelassen. Meine Reeling wird poliert und mein Cockpit wird herausgewaschen. Im Ankerkasten bekomme ich zwei Gummileinen, damit mein Ankerkasten nicht mehr zufallen kann. Meine Fender werden wieder aufgeblasen und ich bekomme eine zweite Halterung für meinen Steiner beim Niedergang, das hat sich nämlich als sehr praktisch erwiesen. Hier kann ich nun auch Kleinzeug aufnehmen.

Erst am Donnerstag werde ich sie los. Gleich nach dem Frühstück fahren sie nach Cervignano und nehmen den Zug. Ohne umzusteigen geht es bis nach Venedig / St.Lucia und von dort geht es mit einem Vaporetto zum Markusplatz. Das Verhältnis Zugkosten €15,40 (hin und zurück) zu der 12 Stunden Karte fürs Vaporetto € 16.- steht in keinem Verhältnis. Die WC Benützung ist mit € 1.- am Bahnhof billig. In Venedig bezahlt man dafür bis zu € 2.-. Trotz des nicht so tollen Wetters schieben sich die Leute am Markusplatz. Sie verziehen sich bald in die kleinen Gässchen, schlendern über den Fischmarkt, lassen sich über die Rialto-Brücke drängen und essen im Stehen eine Kleinigkeit. Das 0,5l Dosenbier kostet hier € 2,50.

Danach beschließen sie nach Murano zu fahren. Sie schauen sich das Glasmuseum an - für die € 8.- darf man nicht fotografieren, was Brigitte aber nicht davon abhält trotzdem ein paar Fotos zu machen. Sie zeigen uns wunderschönes Glas, aber für den Preis ist die Ausstellung dürftig. Man kann eine Jean oder einen Garten und sogar ein Aquarium aus Glas herstellen. Sie strandeln noch ein wenig in Murano, es werden Mitbringsel gekauft und dann gönnen sie sich ein Bier (€6.- für 0,4l). Trinken im sitzen ist eben viel teurer. Mit viel Glück können sie noch eine Gratisvorstellung einer Glasbläsermanofaktur beiwohnen. Innerhalb von 2 Minuten ist ein Ferrari Pferd gezogen. Nun müssen sie sich beeilen damit sie rechtzeitig zum Bahnhof kommen. Mit dem Zug geht es wieder nach Hause. Am Heimweg gehen sie noch gut essen.

Die restlichen Tage vergehen mit kleinen Arbeiten, mit lesen und spielen.

 

Leider ist schon wieder eine Woche vorbei, aber die Segelsaison hat zum Glück erst begonnen.